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Industrie 4.0

Die nächste industrielle Revolution ist in den USA angekommen.
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Die US-Automobilindustrie

Die US-Autoindustrie erreicht einen neuen Höchststand

Die US-Autoindustrie hat in den letzten Jahren ein signifikantes Wachstum verzeichnen können. 2016 wurde in den USA eine Rekordzahl erreicht: 17,46 Millionen Leichtfahrzeuge wurden verkauft. Die nordamerikanische Automobilindustrie erfuhr in den Jahren nach der Finanzkrise ein beständiges Wachstum, nachdem sie vor fast einem Jahrzehnt große Produktions- und Umsatzverluste erlitten hatte, welches die Region zu einem der wichtigsten Märkte für globale OEMs, Zulieferer und Service-Unternehmen macht.

Die Autoindustrie gehört zu den wichtigsten Industrien und Arbeitgebern der USA. In den USA gibt es 13 Automobilhersteller und die Industrie beschäftigt rund eine Million Arbeitnehmer, wodurch sie mit ca. 3-3,5% zum BIP beiträgt. Heute sind die USA der viertgrößte Produzent von Personenkraftwagen der Welt mit 12,2 Millionen produzierten Fahrzeugen in 2016. 4 Millionen dieser Fahrzeuge waren PKW und 8,2 Millionen so genannte „Light Trucks“ (deutsch: Kleintrucks) zu denen SUVs, PickUps und Vans zählen. Dies entspricht einem leichten Wachstum von 0,8% im Vergleich zum Vorjahr.

Der Großteil der US-Autoindustrie erstreckt sich vom Bundesstaat Michigan bis in die Region des Südostens der USA. Die deutschen OEMs BMW, Mercedes und Volkswagen haben ihre Produktionsstätten und Montagewerke im Süden der USA errichtet. Diese Region wird daher oft als „German Triangle“ bezeichnet. Die amerikanischen OEMs wie Ford, GM und Chrysler bilden die „Detroit Three“. Ihre Produktionsstätten und Montagewerke befinden sich vorwiegend in den Bundesstaaten des Mittleren Westens. Asiatische Hersteller wie Honda, Hyundai-Kia, Toyota, Subaru und Nissan befinden sich sowohl im Mittleren Westen als auch im Süden der USA.

Wichtige Marktdaten, Trends & Entwicklungen

  • Nachdem die US-Autoindustrie während der Finanzkrise in 2009 einen massiven Rückgang der Produktions- und Verkaufszahlen verzeichnete, hat sie sich seither langsam aber stetig erholt und dabei alte Verkaufsrekorde gebrochen, wobei vor allem die amerikanischen und japanischen Hersteller ihre Verkaufszahlen steigern konnten.  
  • Im Jahr 2016 wurden in den USA wieder eine Rekordzahl erreicht: 17,46 Millionen Leichtfahrzeuge (engl.: Light Vehicles) wurden verkauft, was einem Anstieg von etwa 0,4% im Vergleich zu der Rekordzahl vom Vorjahr 2015 (17,39 Millionen Einheiten) entspricht. Der Hauptanteil von ca. 60% entfällt auf Kleintrucks (engl. Light Trucks) zu denen SUVs, Vans, und Pickups gezählt werden. Es wird erwartet, dass diese Beliebtheit von Kleintrucks bestehen bleibt solange auch die Ölpreise und somit Benzinpreise niedrig bleiben.
  • Es wird erwartet, dass durch eine erhöhte Kaufkraft, verbesserte Kreditverfügbarkeit, die Umstellung auf „grüne“ Fahrzeuge sowie veraltete Fuhrparks von durchschnittlich 11,6 Jahren der derzeitige hohe Stand der Verkaufszahlen sich auch in den nächsten Jahren auf diesem hohen Niveau bewegen wird.
  • Die Bundesstaaten des Mittleren Westens machen einen Anteil von 68% der gesamten Leichtfahrzeugproduktion in den USA aus. Der Großteil der Forschungs- und Entwicklungstätigkeiten in der Automobilindustrie befindet sich in dieser Gegend, wobei die Gegend um Detroit, Michigan als Zentrum der US-Automobilindustrie zu sehen ist. Mehr als die Hälfte der Top 100 Automobilzulieferer sind dort ansässig.
  • Michigan ist nach wie vor das Zentrum von F&E sowie Entwicklung und Konstruktion für Zulieferer und Hersteller. VW hat bspw. über 2000 Angestellte in Michigan, trotz Hauptsitz in Virginia und Produktion in Tennessee. 375 F&E-Zentren geben 12 Milliarden USD jährlich für F&E aus.
  • Neuesten Daten zufolge ist GM der größte Autohersteller innerhalb der USA hinsichtlich Verkaufsvolumen mit ca. 3,1 Millionen verkauften Fahrzeugen, gefolgt von Ford auf Platz zwei mit ca. 2,5 Millionen verkauften Fahrzeugen und Toyota auf Platz drei mit ebenfalls ca. 2,5 Millionen verkauften Fahrzeugen.

Marktchancen für deutsche Unternehmen

  • Da die größten deutschen Automobilhersteller im US-Markt vertreten sind, zieht es auch viele deutsche Zulieferfirmen in die Region. In den meisten Fällen eröffnen sich im Nachhinein für diese Unternehmen auch interessante Geschäftsmöglichkeiten mit amerikanischen Zulieferern und Herstellern.
  • US-Zulieferer sind in der Regel auf sehr große Mengen ausgerichtet. Deutsche Zulieferer sind oft flexibler und können Prototypen und Kleinserien zu wettbewerbsfähigen Preisen anbieten. 
  • Die fortschreitende Entwicklung und Verbreitung von Web-basierten Technologien findet auch vermehrt Anwendung im Fahrzeugbau. Daraus ergeben sich neue Entwicklungsmöglichkeiten auf der einen Seite im Bereich Fahrzeugsicherheit durch die Kommunikation von Fahrzeugen mit anderen Fahrzeugen „V2V“ (engl. Vehicle to Vehicle) bzw. mit der gesamten Umwelt „V2X“ bis hin zum voll autonomen Fahrzeug; auf der anderen Seite im Bereich Entertainment. Diese Entwicklungen und Markteinführungen regen den Verkauf von Fahrzeugen in den USA an. Einige Ingenieurunternehmen zeichnen zweistelliges Wachstum in diesem Bereich.
  • Aufgrund der Corporate Average Fuel Efficiency (CAFE) Standards, die von der US Environmental Protection Agency festgesetzt wurden, planen viele Light-Truck-Hersteller die Treibstoff- und CO2-Ausstoß-Effizienz zu verbessern – begonnen werden soll damit im Jahr 2017.
  • Das Einsetzen von Elektroantrieben in der Automobiltechnik gewinnt vermehrt an Bedeutung. Neben den Hybridmodellen gewinnen auch reine elektrische Antriebe an Stellenwert. Hier haben sich die Anzahl der verfügbaren Modelle in den letzten zwei Jahren verdoppelt. Weiterentwicklungen sollen diese Fahrzeugkategorie zu einer neuen Alternative zu konventionellen Antrieben machen. In diesem Markt kämpfen die traditionellen Automobilherstellern mit Marktneuling Tesla um Marktanteile. Weitere Markteinsteiger, spezialisiert in Elektromobilität, bilden sich in Kalifornien und planen in die Massenproduktion einzusteigen.
  • Leichtbau gewinnt ebenfalls an Bedeutung. Nach der Aussage eines Industrieinsiders wird Leichtbau nicht nur aus Gewichtsspargründen, aber auch aufgrund der neuen konstruktiven Möglichkeiten die letztendlich auch zu Kosteneinsparungen führen können, verstärkt Anwendungen finden.
  • Insgesamt bleibt die Aussicht für Geschäftsmöglichkeiten deutscher Unternehmen sehr positiv. Jüngste Daten des German American Business Outlook 2016 zeigen, dass 98% der deutschen Unternehmen in den USA einen positiven Einnahmezuwachs für die amerikanische Wirtschaft und ihr US-Geschäft erwarten. Darüber hinaus geben 87% der deutschen Unternehmen an, in 2015 trotz gleichbleibender Verkaufspreise ein vergleichbares oder ein besseres Umsatzvolumen erreichen zu können. Deutsche Unternehmen konzentrieren sich auf die Einführung neuer Produkte und auf die Optimierung von Prozessen. Zudem erhöhen 64% der deutschen Unternehmen aus Gründen der Marktgröße und Kundennähe ihren strategischen Fokus auf die USA.

Wichtige Organisationen & hilfreiche Links

  • Die Website von SelectUSA gibt einen Überblick über die Automobilindustrie sowie Links zu relevanten Verbänden.
  • Das Center for Automotive Research, eine NGO, beschäftigt sich mit wichtigen Trends und Entwicklungen in der Automobilindustrie.
  • Das US Bureau of Labour Statistics bietet einen guten Überblick über die Beschäftigungszahlen in der Industrie.
  • AutoNews ist eine der besten nordamerikanischen Seiten für Nachrichten und Daten in Bezug auf die Autoindustrie.
  • Wards Auto ist ein Informationszentrum über die globale Autoindustrie. Diese Website liefert Dienstleistungen und Produkte im Rahmen von Daten, Zeitschriften und Newslettern.
  • Die Alliance of Automobile Manufacturers ist eine Gesellschaft von 12 Automobilherstellern. Ihre Website liefert neueste Informationen über die US-Autoindustrie.
  • SAE International ist eine internationale Gesellschaft von Ingenieuren und technische Experten der Luft- und Weltraum- sowie Auto- und Lastkraftwagenindustrie. Auf dieser Website sind Artikel, Webcasts und Ereignismitteilungen der Autoindustrie zu finden.

Kontakt

Virginia Attaway Rounds
Director, Consulting Services

Tel.: +1 (312) 494-2163
E-Mail: rounds(at)gaccmidwest.org

Stefan Noeth
Projekt Manager, Michigan Office
Tel.: +1 (313) 596-0399
E-Mail: noeth(at)gaccmidwest.org

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