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Die US-Automobilindustrie

US-Autoindustrie boomt wieder

Die US-Autoindustrie boomt wieder, nachdem sie im Rahmen der globalen Finanzkrise Produktions- und Umsatzverluste erlitten hatte. Die nordamerikanische Automobilindustrie erfuhr in den letzten fünf Jahren ein beständiges Wachstum, welches die Region zu einem der wichtigsten Märkte für globale OEMs, Zulieferer und Service-Unternehmen macht. Infolgedessen sind viele der führenden Automobilhersteller im nordamerikanischen Automobilmarkt vertreten.

Die Autoindustrie gehört zu den wichtigsten Industrien und Arbeitgebern der USA. In den USA gibt es 13 Automobilhersteller und die Industrie beschäftigt rund 1,5 Millionen Arbeitnehmer, wodurch die Industrie mit ca. 3-3,5% zum BIP beiträgt. Heute sind die USA der viertgrößte Produzent von Personenkraftwagen der Welt und im Jahr 2015 wurden 12,1 Millionen Fahrzeuge dort produziert (4,2 Millionen Pkw und 7,9 Millionen Nutzfahrzeuge), welches einem Wachstum von 3,8% im Vergleich zum Vorjahr entspricht.

Der Großteil der US-Autoindustrie erstreckt sich vom Bundesstaat Michigan bis in die Region des Südostens der USA. Die deutschen OEMs wie BMW, Mercedes und Volkswagen haben ihre Produktionsstätten und Montagewerke im Süden der USA errichtet. Diese Region wird daher oft als „German Triangle“ bezeichnet. Die amerikanischen OEMs wie Ford, GM und Chrysler bilden die „Detroit Three“. Ihre Produktionsstätten und Montagewerke befinden sich vorwiegend in den Bundesstaaten des Mittleren Westens. Asiatische Hersteller wie Honda, Hyundai, Toyota, Subaru und Nissan befinden sich im Mittleren Westen, sowie im Süden der USA.

Wichtige Marktdaten, Trends & Entwicklungen

  • Nachdem die US-Autoindustrie während der Finanzkrise in 2009 einen massiven Rückgang der Produktions- und Verkaufszahlen verzeichnete, hat sie sich seither wieder gut erholt und dabei alte Verkaufsrekorde gebrochen. Im März 2016 wurden im Vergleich zum Vorjahr 3,1% mehr Fahrzeuge verkauft, wobei vor allem die amerikanischen und japanischen Hersteller ihre Verkaufszahlen steigern konnten.  
  • Es wird erwartet, dass eine erhöhte Kaufkraft, verbesserte Kreditverfügbarkeit, die Umstellung auf „grüne“ Fahrzeuge sowie veraltete Fuhrparks von durchschnittlich 11 Jahren zum Wachstum der US-Autoindustrie beisteuern werden.
  • Im Jahr 2015 wurden in den USA ca. 17,5 Millionen Leichtfahrzeuge (engl.: light vehicles) verkauft, was einem Anstieg von etwa 5,7% im Vergleich zum Vorjahr 2014 (16,5 Millionen Einheiten) entspricht. Es wird erwartet, dass dieses Wachstum bestehen bleibt und dass die Verkaufszahlen für Leichtfahrzeuge bis Ende 2018 die 20-Millionen-Marke erreichen.
  • Die Bundesstaaten des Mittleren Westens machen einen Anteil von 70% der gesamten Leichtfahrzeugproduktion in den USA aus. Der Großteil der Forschungs- und Entwicklungstätigkeiten in der Automobilindustrie befindet sich in dieser Gegend, wobei Michigan Spitzenreiter ist. 61 der Top 100 Automobilzulieferer sind dort ansässig.
    • Prognosen gehen davon aus, dass die US-Automobilindustrie bis 2017 um 7,7% wachsen wird. Zum Vergleich: Experten erwarten Wachstumsraten von 6,1% für den europäischen und 7,0% für den asiatischen Markt.
  • Neuesten Daten zufolge ist GM der größte Autohersteller innerhalb der USA hinsichtlich Verkaufsvolumen mit ca. 3,1 Millionen verkauften Fahrzeugen, gefolgt von Ford auf Platz zwei mit ca. 2,5 Millionen verkauften Fahrzeugen und Toyota auf Platz drei mit ebenfalls ca. 2,5 Millionen verkauften Fahrzeugen.
  • Zwischen 2009 und 2014 hat FCA USA seine Produktion von Fahrzeugen um 259% steigern können. GM konnte innerhalb desselben Zeitraums seine Produktion um 69% erweitern und Ford um 62%. 

Marktchancen für Deutsche Unternehmen

  • Dadurch dass die größten deutschen Automobilhersteller im US-Markt vertreten sind, zieht es auch viele deutsche Zulieferfirmen in die Region. In den meisten Fällen eröffnen sich im Nachhinein für diese Unternehmen auch interessante Geschäftsmöglichkeiten durch amerikanische Zulieferer und Hersteller.
  • Die Anschaffungspreise für Neuwagen auf dem US-amerikanischen Markt gehören mitunter zu den günstigsten weltweit. Dies führt zu einer höheren Nachfrage seitens der Konsumenten, wovon auch deutsche Unternehmen, die auf dem US-Markt verkaufen, profitieren können.
  • Die Einführung neuer Fahrzeuge mit modernster Technologie regt den Verkauf von Fahrzeugen in den USA an, wobei neue Technologien durch Gesetzgebungen und durch die Bedürfnisse der Verbraucher getrieben werden.
  • Traditionell handelt es sich bei Neuwagenverkäufen in den USA um große PKWs und Kleinlaster, wobei die Verkaufszahlen von Kleinlastern seit 2013 stetig gestiegen sind. Bei amerikanischen Verbrauchern zeigt sich auch zunehmend ein Trend in Richtung leichtere und treibstoffeffizientere Fahrzeuge, was teilweise auf den Trend der verstärkte Urbanisierung zurückzuführen ist. Die Autoindustrie investiert deswegen zunehmend in die Verbesserung der Produktionseffizienz.
  • Aufgrund der Corporate Average Fuel Efficiency (CAFE) Standards, die von der US Environmental Protection Agency festgesetzt wurden, planen viele Light-Truck-Hersteller die Treibstoff- und CO2-Ausstoß-Effizienz zu verbessern – begonnen werden soll damit im Jahr 2017.
  • Der Verkauf von Hybrid- und Dieselfahrzeugen ist in den letzten 10 Jahren stark gestiegen und die Anzahl von unterschiedlichen Hybrid- und Dieselmodellen, die in den USA angeboten werden, hat ebenfalls zugenommen. Im Jahr 2016 sollen über 60 Hybrid- und 49 Diesel-Modelle auf dem US-Markt angeboten werden. Die meistgekauften Hybridmodelle werden von Ford, BMW, Honda, Kia, Hyundai, Chevrolet und Toyota hergestellt, während Audi, BMW, Jeep, Chevrolet, VW, Porsche und Mercedes-Benz zu den Autoherstellern gehören, die vornehmlich Dieselmodelle anbieten.
  • Insgesamt bleibt die Aussicht für Geschäftsmöglichkeiten deutscher Unternehmen sehr positiv. Jüngste Daten zeigen, dass 98% der deutschen Unternehmen in den USA einen positiven Einnahmezuwachs für die amerikanische Wirtschaft und ihr US-Geschäft erwarten. Darüber hinaus geben 87% der deutschen Unternehmen an, in 2015 trotz gleichbleibender Verkaufspreise ein vergleichbares oder ein besseres Umsatzvolumen erreichen zu können. Deutsche Unternehmen konzentrieren sich auf die Einführung neuer Produkte und auf die Optimierung von Prozessen. Zudem erhöhen 64% der deutschen Unternehmen aus Gründen der Marktgröße und Kundennähe ihren strategischen Fokus auf die USA.

Wichtige Organisationen & hilfreiche Links

  • Die Website von SelectUSA gibt einen Überblick über die Automobilindustrie sowie Links zu relevanten Verbänden.
  • Das Center for Automotive Research, eine NGO, beschäftigt sich mit wichtigen Trends und Entwicklungen in der Automobilindustrie.
  • Das US Bureau of Labour Statistics bietet einen guten Überblick über die Beschäftigungszahlen in der Industrie.
  • AutoNews ist eine der besten nordamerikanischen Seiten für Nachrichten und Daten in Bezug auf die Autoindustrie.
  • Wards Auto ist ein Informationszentrum über die globale Autoindustrie. Diese Website liefert Dienstleistungen und Produkte im Rahmen von Daten, Zeitschriften und Newslettern.
  • Die Alliance of Automobile Manufacturers ist eine Gesellschaft von 12 Automobilherstellern. Ihre Website liefert neueste Informationen über die US-Autoindustrie.
  • SAE International ist eine internationale Gesellschaft von Ingenieuren und technische Experten der Luft- und Weltraum- sowie Auto- und Lastkraftwagenindustrie. Auf dieser Website sind Artikel, Webcasts und Ereignismitteilungen der Autoindustrie zu finden.

Kontakt

Virginia Attaway Rounds
Director, Consulting Services

Tel.: +1 (312) 494-2163
E-Mail: rounds(at)gaccmidwest.org

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